BESENREISER  Diese Seite drucken...  

Was sind „Besenreiser“? 

„Besenreiser“ sind sehr kleine, oberflächlich in der Haut liegende, feinverzweigte Venenerweiterungen. Sie finden sich meist am Oberschenkel, können aber auch an Unterschenkeln und am Gesäss auftreten. Im Unterschied zu „echten“ Krampfadern haben sie medizinisch keine Bedeutung, sind oft aber kosmetisch störend. Sie können mit einer Verödung (Sklerosierung) erfolgreich behandelt werden.

Verödung kleiner Krampfadern - Was geschieht beim Veröden?

Durch Injizieren von Verödungspräparaten werden die erweiterten Gefäße zum Verkleben gebracht. Sie sind dann nicht mehr oder nur noch andeutungsweise zu erkennen. Erfahrungsgemäss sind mehrere Behandlungsetappen zur Erzielung des gewünschten Behandlungsresultates erforderlich (z.B. in wöchentlichen Abständen).  

„Besenreiser“ kommen oft nicht alleine, sondern im Gefolge weiterer Venenerkrankungen, also „echter“ Krampfadern vor. Vor jeder Verödungsbehandlung sollte deshalb eine eingehende Untersuchung des Venensystems (phlebologische Untersuchung, in der sog. „Beinsprechstunde“) erfolgen. "Besenreiser", aber auch "echte" Krampfadern können gezielt verödet werden.

Die Verödung ist eine Spritzenbehandlung und erfolgt mit extrem dünnen Kanülen, die praktisch kaum Schmerzen beim Einstich bereiten. Eine Betäubung ist deshalb nicht erforderlich. 

Nach der Behandlung wird das behandelte Bein mit einem Kompressionsverband gewickelt. Dieser hat die Aufgabe, den „Verklebungsprozess“ dadurch zu fördern, dass die kleine Gefässlichtung mitsamt des Verödungsmittels „plattgedrückt“ wird und damit wie ein Briefumschlag verschlossen wird. Der Kompressionsverband, alternativ auch Kompressionsstrümpfe, sollten bis 3 Tage nach der Behandlung getragen werden. 

Kompressionsstrümpfe erhält man in den verschiedensten Ausführungen. Durch spezielle Herstellung wird vom Strumpf ein Kompressiondruck mit abnehmendem Druckverlauf zwischen Fessel und Leiste auf das Bein ausgeübt. Kompression ist das „A und O“ jeder Verödungsbehandlung. Durch den Druck, den die Kompression auf das Gewebe ausübt, werden die Venenerweiterungen zusammengepresst. Die Venenklappen schliessen besser, der Blutrücktransport zum Herzen wird beschleunigt und die Gewebsstauung nimmt ab, da das Einsickern von Flüssigkeit durch die Venenwände ins Gewebe verhindert wird.