WARZEN  Diese Seite drucken... 

Warzenbehandlung - „Echte“ und „falsche“ Warzen
  • „Echte“ Warzen sind umschriebene Hornhautwucherungen, ausgelöst durch das Warzenvirus. Sie sind ansteckend, doch erkranken nur Menschen, die noch keine ausreichenden Abwehrstoffe (Antikörper) gegen das Virus gebildet haben. Dieses sind zumeist Kinder, deren Antikörperbildung gerade erst anläuft. Auch Erwachsene, die für Virusbefall empfänglich sind – so z.B. Menschen, die oft einen Lippenherpes bekommen oder Patienten mit Immundefekten -, können an hartnäckigen Warzen leiden.
  • „Falsche“ Warzen sind kleine erhabene und hervortretende Hautzipfel und –auswüchse, die zwar warzenähnlich aussehen, aber keine „richtigen“ Warzen sind, da sie nicht von einem Virus ausgelöst werden. Meist liegen kleinste Hautaussackungen vor, die man als „skin tags“ bezeichnet. Der Ausdruck „Fibrom“ wird verwendet, wenn sie noch eine bindegewebige Komponente enthalten und verhärtet tastbar sind. Sie befinden sich gern in Körperfaltennähe (Achsel, Leiste etc.) sowie am Hals – zumeist an Lokalisationen, wo geschwitzt und gescheuert wird. Skin tags sind völlig harmlos, aber störend und lästig. Aufgrund ihrer Lokalisation werden sie oft aufgescheuert und bluten bzw. entzünden sich wiederholt. Sie lassen sich schnell und einfach mit einem kleinen operativen Schnitt entfernen.

Zu den „falschen“ Warzen gehören auch die sog. „seborrhoischen Warzen“, im Volksmund als „Alterswarzen“ bekannt: Hierbei handelt es sich um ebenfalls harmlose, also gutartige Hornwucherungen (sog. „Keratosen“), die der Haut kragenartig aufliegen und deshalb oft mit einem sog. „scharfen Löffel“ (= operatives Instrument, das eine aufgerauhte Schabefläche besitzt) entfernt werden können. Man nennt dieses operative Vorgehen dann „Kürettage“. Sind sie seborrhoischen Warzen grösser, muss man sie allerdings richtig herausschneiden (in örtlicher Betäubung), auch weil sie wegen ihrer Farbtönung einem verdächtigen Muttermal bzw. einem beginnenden Melanom ähneln können. Deshalb muss das entfernte Gewebe zur Sicherheit auch stets an ein pathologisches Labor eingeschickt werden.

Dieser letztere „Warzentyp“ ist im übrigen nicht auf das Alter beschränkt: Bereits ab dem 25. Lebensjahr können derartige Hautveränderungen auftreten und an Zahl und Grösse allmählich zunehmen. Will man dieses aus kosmetischen Gründen nicht „kampflos“ hinnehmen, so sollte mit der Behandlung auch früh begonnen werden. Auf diese Weise lässt sich oft ein jugendlicher Hautbefund über lange Zeit erhalten.