Was ist ein "Melanom"?
„Melanome“ sind bösartige Tumoren, die von den
sog. "Melanozyten" in der Haut
ihren Ausgang nehmen. "Melanozyten" sind diejenigen Zellen, die den braunen
Hautfarbstoff, das "Melanin" bilden und unsere Haut gebräunt erscheinen
lassen.
Melanozyten entstammen nicht dem Hautgewebe selbst
- sind also keine Hautzellen, da sie auch andernorts im Körper vorkommen
können (z.B. Auge, Gehirn, Rückenmark etc.). Deshalb ist die im
Volksmund und auch von vielen Ärzten verwendete Bezeichnung
"schwarzer Hautkrebs" falsch und irreführend.
Melanome sind deshalb so
gefährlich, weil sie bereits sehr frühzeitig Absiedelungen in die
Lymphspalten der Haut, dann in die Lymphbahnen des Körpers sowie das
gesamte Blutgefäss-System hervorrufen können. Diese werden als
Tochtergeschwülste oder "Metastasen" bezeichnet. Melanom-Patienten
versterben nicht am Melanom, sondern an dessen Metastasen, die sich im
ganzen Körper verbreiten können. Aus wenigen Gewebe-Milligramm eines
vermeintlich harmlosen Hautfleckes kann eine tödliche Erkrankung
resultieren, wenn die Heilung bringende Frühdiagnose verpasst wird.
Melanome nehmen rapide an Häufigkeit zu,
kommen zudem oft bei jüngeren Menschen, auch vor dem 20. Lebensjahr vor
und sind äusserst gefährlich. Da sie in über 90% der Fälle auf der
Hautoberfläche erkannt werden können, ist die Frühdiagnose möglich und
entscheidend. Sie ist lebensrettend!
Haut-Melanome kommen im wesentlichen in 4 Formen vor:
- (1) Superfiziell
spreitendes Melanom
- (2) Primär knotiges Melanom
- (3) Lentigo Maligna
Melanom
- (4) Akrolentiginöses Melanom
Was ist EIN "HAUTKREBS"?
"Hautkrebs" ist eine Krebsgeschwulst,
die von den Hautzellen ihren Ausgang nimmt. "Hautzellen" sind die die
Körperoberfläche bedeckenden Epithelzellen der sog. "Epidermis"
(Oberhaut). Sie zheigen einen geschichteten Aufbau und erneuern sich von
einer basalen Regenerationszone aus in einem festen 28-Tage-Rhythmus
(der beispielsweise bei einer Schuppenflechte krankhaft auf 7 Tage
verkürzt ist, was die Verhornungsstörung erklärt). Oben sterben die
abgeflachten Zellen nach 28 Tagen ab, erkennbar an "Schuppen", von unten
kommt der Nachschub.
Bei einem "Hautkrebs" sind diese
Epidermis-Zellen bösartig verändert und vermehren sich ohne Rückkopplung
ständig weiter: Es entsteht eine sicht- und tastbare Geschwulst - eine
krankhafte Gewebsvermehrung.
Je nachdem, von welcher
Epidermis-Schicht dieser Prozess seinen Ausgang nimmt, werden ein sog.
"Spinaliom" (Ausgangsort ist die sog. Stachelzellschicht
der Epidermis) und ein sog.
"Basaliom" (Ausgangsort ist die sog.
Basalzellschicht der Epidermis) unterschieden. "Basaliome" sind häufiger
als "Spinaliome". Beiden gemeinsam ist ihre Verursachung durch Einwirken
toxischer (giftiger) Schädigungen, zu denen insbesondere auch die
UV-Strahlung gehört (kumulative UV-Exposition). An der Entstehung von
Hautkrebs ist dabei insbesondere die UV-B-Strahlung beteiligt.
Basaliome und Spinaliome können recht-
und frühzeitig diagnostiziert und behandelt werden. Ihre frühzeitige
operative Entfernung führt zur Heilung. Sind sie indes lokal
fortgeschritten, sind Rückfälle (Rezidive) häufig und erfordern oft
wiederholte Eingriffe. Spinaliome (nicht aber Basaliome) können
Metastasen bilden (Lymphknoten, Lunge etc.) und zum Tode führen.